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Demag Cranes im Wettbewerb: Beste Fabrik 2010 prämiert

Demag Cranes im Wettbewerb: Beste Fabrik 2010 prämiert

Die Demag Cranes AG hat mit ihrem Werk Wetter/Ruhr im jährlichen Industriewettstreit der besten Fabriken Deutschlands, Frankreichs und Spaniens 2010 den 2. Platz erzielt. Internationale Juroren der Managementschulen Insead in Fontainebleau und der WHU-Otto Beisheim School of Management in Vallendar zeichneten das Werk Wetter mit dem Prädikat für exzellentes Produktionsmanagement aus. Damit wird dem Unternehmen eine herausragende Management-Qualität als Basis für profitables Wachstum bescheinigt. Hierzu möchte die TMG ganz herzlich gratulieren!


Dieser Preis bestätigt uns, dass wir an unserem Fertigungsstandort in Wetter auf höchstem Niveau produzieren und wir mit unserer Leistung und Flexibilität den hohen Anforderungen der Märkte in vorbildlicher Weise entsprechen, so Thomas H. Hagen, Mitglied des Vorstands der Demag Cranes AG und als Chief Operating Officer (COO) verantwortlich für das operative Geschäft. In den vergangenen Jahren war TMG immer wieder entscheidend in Projekte eingebunden, die die Fertigungsprozesse auf dieses hohe Niveau gebracht haben.

Investitionen zahlen sich aus
Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise und der notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen hat sich der Vorstand frühzeitig zum Produktionsstandort Wetter bekannt und in den letzten Jahren Investitionen in Höhe von rund 14 Mio. EURO für die Modernisierung der Fertigungsinfrastruktur bewilligt. Dies hat sich jetzt ausgezahlt. Rainer Berthan, verantwortlich im Executive Committee der Demag Cranes AG für die weltweite Produktion, erklärt: Durch die Abfrage der Kundenanforderungen in einem frühen Stadium, die Ausrichtung der Produktpalette und die konsequente Umsetzung von Verbesserungen in den Produktionsprozessen haben wir die Juroren überzeugen können.

Gemeinsam mit unseren Kunden, motivierten Mitarbeitern und externer Unterstützung durch die TMG gelang es uns, die von der Jury gelobte breit gefächerte Exzellenz zu schaffen, erklärt Dr. Rainer Harkort, der Leiter des prämierten Werkes in Wetter. Viele Bausteine waren notwendig um diese Exzellenz zu erreichen. Die Darstellung der gewünschten Kundenvielfalt erfolgt jetzt durch eine intelligente Kombination von standardisierten Bauelementen und Baugruppen. Voraussetzungen hierzu wurden bereits in der Produktentwicklung und Produktkonfiguration geschaffen und dann konsequent in Produktion und Logistik mit neuen Montagekonzepten umgesetzt.

Dabei wurde stringent darauf geachtet Standard- und Sonderprozesse zu trennen. Gleichzeitig erfolgte die Umstellung auf das Pull-Prinzip mit dem Effekt einer deutlichen Reduzierung der Bestände. Die Erarbeitung und Umsetzung dieser neuen Konzepte gelang in bereichsübergreifenden Teams unter Beteiligung des Betriebsrates und mit Unterstützung der TMG. Dabei wurden modernste Tools wie Wertstrom- und Prozesskostenanalysen eingesetzt.

Motivierte Mitarbeiter haben großen Anteil
Dabei kam es insbesondere auf Teamwork und die Motivation der Mitarbeiter an. Demag Cranes erzielte sehr gute Platzierungen u.a. für die strategische Produktentwicklung, das operative Supply-Chain-Management sowie für Organisation und Personal. Ebenso wurden Partnermanagement und kontinuierliches Verbesserungswesen gut benotet, in das die Mitarbeiter aktiv einbezogen werden.

Alle Mitarbeiter von der Beschaffung bis zum Versand haben hoch motiviert und begeistert mitgemacht und zu diesem schönen Erfolg beigetragen, sagt Dr. Rainer Harkort. Dabei haben wir auch auf externe Unterstützung gesetzt, die zusätzliches Know-how und weitere kreative Ideen einbringt.

Auslandsverlagerungen stark rückläufig
Generell enthüllt die Studie der WHU auch, mit welchen Maßnahmen Deutschlands Produktionselite ihre Führungsposition verteidigen will. Wichtigster Faktor sind dabei Investitionen in die Qualität, indem etwa Produkte nach jedem Arbeitsschritt auf Fehler überprüft werden und nicht erst das Endprodukt. Fast ebenso wichtig ist laut der Studie, das Wissen der Beschäftigten miteinzubringen. Stark rückläufig ist dagegen die Vergabe von Aufgaben an fremde Unternehmen oder Dienstleister, das sogenannte Outsourcing, oder gar die Verlagerung ganzer Betriebsstätten ins Ausland.


Beides galt lange als Allheilmittel, um Kosten zu senken und sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Jetzt treten immer deutlicher die Kehrseiten zutage. So geht die Verlagerung ins Ausland oft einher mit Qualitätseinbußen, unerwartet hohen Transportkosten sowie dem Verlust schneller Lieferfähigkeit. Hinzu kommt, dass die Löhne an klassischen Outsourcing-Standorten oft weit schneller steigen als die Qualifikation der Mitarbeiter. Mit der Zahl der Globalisierungsflops steigt auch die Zahl der Rückkehrer.

Das bestätigt eine Studie des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI): Jedes zweite Unternehmen kommt infolge solcher Probleme aus Osteuropa zurück. Die Quote der Produktionsverlagerungen ins Ausland ist mit neun Prozent auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren gesunken. Der Produktionsstandort Deutschland ist derzeit höchst attraktiv. Dennoch ist es für Insead-Juror Loch zwingend, dass deutsche Unternehmen mit Teilen ihrer Herstellung nach Asien gehen. Nicht zuerst, um vom dortigen niedrigen Lohnniveau zu profitieren, sondern, um mit angepassten Produkten nah an den bedeutendsten Wachstumsmärkten zu sein.

Demag Cranes mit intelligenter Strategie
Die Demag Cranes Manager, deren Seilzüge und Krane u.a. tonnenschwere Flugzeugrümpfe und Lastwagenmotoren hieven, haben die Erkenntnis bereits vor Jahren in eine intelligente Doppelstrategie übersetzt: In China und Indien entwickeln sie mit einheimischen Ingenieuren und Technikern lokalen Bedürfnissen entsprechende Produkte und fertigen sie zum Teil auch vor Ort. "Das sichert uns den Zugang zu diesem schnell wachsenden Geschäft", sagt COO Thomas H. Hagen. In den reifen Märkten Nordamerikas und Europas setzt der Manager dagegen ganz auf die bisherige Erfolgsformel: Dort versucht er, die Konkurrenz mit Technik, Qualität und Service abzuhängen. Zugleich trimmt er sämtliche Prozesse so auf Effizienz, dass genügend Geld für Aktionäre, Investitionen und gute Gehälter abfällt.

Und so wird es in den nächsten Jahren weitere Themen geben, um Demag Cranes nicht nur auf diesem exzellenten Niveau zu halten, sondern auch optimal auf die sich ständig ändernden Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse einzustellen. So sollen der kundenorientierte Prozess permanent bzgl. seiner wirklichen Wertschöpfung hinterfragt und die vielen Ideen der Mitarbeiter intensiver in den Prozess eingebaut werden. Die Zielsetzung ist klar: Durch eine noch stärkere Prozessorientierung der Mitarbeiter und Delegation von Verantwortung soll unternehmerisches Denken und Vertrauen gefördert werden - wichtige Voraussetzungen für weiteren Produktivitätsfortschritt und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Hochlohnstandorts Deutschland.