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Nachbericht zum Supply Chain Executive Forum 2019

Nachbericht zum Supply Chain Executive Forum 2019

NEUE IMPULSE FÜR EINE ZUKUNFTSWEISENDE AUSRICHTUNG
DER SUPPLY CHAIN

Immer individueller werdende Kundenanforderungen, kürzere Innovationszyklen und die rasant voranschreitende Digitalisierung setzen die Verantwortlichen in SCM & Logistik mehr und mehr unter Druck, die bestehende Ausrichtung ihrer Supply Chains zu überdenken. An innovativen Ansätzen und zukunftsweisenden neuen technischen Lösungen zur Optimierung der Supply Chain mangelt es nicht. Für produzierende Unternehmen besteht die große Herausforderung vielmehr darin, die vorhandenen SCM-Innovationen in die Anwendung zu bringen.

Auf Einladung der TMG Consultants kamen Ende Januar mehr als 100 Führungskräfte aus SCM & Logistik im altehrwürdigen Haus der Wirtschaft in Stuttgart zusammen, um sich über neue Technologien und Möglichkeiten zur Supply-Chain-Optimierung zu informieren und sich im Kollegenkreis über die konkrete Umsetzbarkeit dieser neuen Lösungsansätze auszutauschen.

Ausgewählte SCM-Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zeigten dabei in praxisorientierten Impuls-Vorträgen und moderierten Diskussionsrunden auf, wie produzierende Unternehmen ihre Supply Chain für eine immer stärker digitalisierte Geschäftswelt fit bekommen. Die praxisnahen Vorträge reichten dabei von Lösungen etablierter Industrieunternehmen bis hin zu innovativen Konzepten junger Start-ups.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung wies Professor Dr. Michael Henke vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in seiner Keynote darauf hin, dass es inzwischen eine Vielzahl neuer technologischer Lösungsansätze gebe, um Supply Chains zukunftsorientiert zu optimieren – allen voran die Blockchain-Technologie und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Um deren volles Potenzial auszuschöpfen, sei es allerdings unerlässlich, die vorhandenen neuen Technologien integriert zu betrachten und anzuwenden: „Auch wenn keiner von uns weiß, wie in 2030 eine Supply Chain wirklich aussieht, haben wir doch alle gewisse Vorstellungen. Aus der Forschung heraus entwickeln wir hierzu Technologien weiter, die es ermöglichen, entlang einer Connected Supply Chain Daten nicht nur zu generieren, sondern mit diesen Daten auch konkret zu arbeiten und echten Mehrwert zu erzeugen.“ Um das zu realisieren, brauche es allerdings eine gemeinsame Anstrengung aller Partner eines Wertschöpfungsnetzwerkes zur Kollaboration. Dies gelte auch für Unternehmen, die miteinander im Wettbewerb stehen: „Coopetition ist heute aktueller denn je“.

Gefordert ist nach den Worten des renommierten SCM-Wissenschaftlers auch die Politik. Ihre Aufgabe sei es, die erforderlichen Infrastrukturen aufzubauen und für die passenden strukturellen Rahmenbedingungen zu sorgen.

Vielfalt und Komplexität der SCM-Innovationen zwingt zur Zusammenarbeit

Eine Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung: Vielfalt und Komplexität der neuen technologischen Innovationen in Supply-Chain-Management und Logistik sind so groß, dass letztlich niemand mehr alleine in der Lage ist, aus diesem Strauß an Möglichkeiten den vollen Nutzen für sein Unternehmen zu ziehen. Dies kann nur über eine Integration der Technologien und der Netzwerkpartner in einer durchgängig digitalisierten Supply Chain gelingen. Die meisten Unternehmen haben inzwischen durchaus erkannt, dass sie etwas tun müssen. Damit begonnen haben allerdings erst wenige. Die meisten mittelständischen Unternehmen stehen noch ganz am Anfang dieser Entwicklung – oft ohne konkrete Planung, wohin genau die Reise gehen soll.

Norbert Haas, SCM & Logistik-Verantwortlicher der TMG, stellte in seinen Ausführungen klar heraus, dass es für ein weiteres Zuwarten auf Seiten der Unternehmen keinen Grund gebe: „Jedes produzierende Unternehmen ist gefordert, aus dem Spektrum an Möglichkeiten, die es neuerdings gibt, individuell zu schauen, was für die eigene Situation die wirklich passende Lösung ist.“ Dazu sei es allerdings unerlässlich, zunächst den eigenen SCM-Reifegrad festzustellen und sich selbstkritisch zu hinterfragen, ob überhaupt die Grundvoraussetzungen vorhanden sind, um die neuen Technologien im eigenen Unternehmen sinnvoll einsetzen zu können, oder ob hier erst noch die eine oder andere Hausaufgabe erledigt werden muss.

Wir blicken zurück auf unser diesjähriges Supply Chain Executive Forum im Haus der Wirtschaft in Stuttgart mit spannenden Vorträgen und Diskussionen sowie interessanten Gespräche. Mehr als 100 Führungskräfte aus SCM & Logistik kamen zusammen, um sich über neue Technologien und Möglichkeiten zur Supply-Chain-Optimierung zu informieren und sich im Kollegenkreis über die konkrete Umsetzbarkeit dieser neuen Lösungsansätze auszutauschen.

Dass eine zögerliche Haltung bei der Nutzung neuer Technologien und der Digitalisierung der Supply Chain nicht sinnvoll ist, wurde im Verlauf der Veranstaltung mehrmals hervorgehoben, am deutlichsten vom Fraunhofer IML-Institutsleiter Michael Henke: „Mein Rat an die Praxis ist an dieser Stelle relativ einfach: Einfach mal machen.“

Wie schon bei den bisherigen Supply Chain Executive Foren der TMG hatten die Programmgestalter wieder großen Wert darauf gelegt, neben der reinen Vermittlung interessanter Neuigkeiten aus SCM & Logistik genügend Raum für engagierte Diskussionen und erkenntnisreichen Erfahrungsaustausch unter SCM-Kollegen einzuplanen.

Da dieses Konzept auch bei den Forums-Teilnehmern sehr gut ankommt, haben die Organisatoren bei der TMG die Folgeveranstaltung bereits fest terminiert. Norbert Haas: „Das nächste Stuttgarter Supply Chain Executive Forum wird am 23. Januar 2020 stattfinden. Wir freuen uns schon jetzt darauf.“

Impressionen vom diesjährigen Stuttgarter Supply Chain Executive Forum / 24. Januar 2019

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